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Don’t hope, cope!

„Don’t hope, cope! Mut zum Leben“ lautet der sinnige Titel eines Buches von Tomi Ungerer.

Prof. H.-D. Schneider, Universität Freiburg/Schweiz, definiert: Im Wörterbuch finden wir unter dem Begriff “to cope” die Bedeutungen: gewachsen sein, fertig werden (mit), bewältigen, meistern, es schaffen. Wenn von “Coping” die Rede ist, geht es also darum, dass man mit einer Aufgabe zurecht kommt, dass man sie lösen, meistern, bewältigen kann.

Für Tomi Ungerer ist diese Aufgabe das Leben selbst. Und es ist tatsächlich eine Aufgabe, welche TUN erfordert. Er drückt dies einmal mit dem schwäbischen Sprichwort aus: „Net schwätze, schaffe!“ Genau nach Definition von „to cope“, „es schaffen“! Das Buch ist mehr als lesenswert.

Nun dauert so ein Leben seine Weile und ständiges Schaffen ermüdet. Es ermüdet oft auch die Willigsten. Nach einer kürzeren oder längeren Zeit verblassen die guten Vorsätze, die regelmäßigen Aufgaben werden zu unregelmäßigen, von Woche zu Woche seltener und verlaufen schließlich im Sand. Wer kennt das nicht? Bei den besten Coping Strategien schleichen sich langsam Pausen ein, werden oft nach gewisser Zeit aufgeschoben und dann langsam wieder vergessen.

Kaum eine psychologische Praxis, in der nicht mindestens ab und zu der Wunsch nach einem Gegenmittel zu Prokrastination (Aufschieberitis) geäussert wird. Das Aufschieben von Aufgaben ist für viele auch verbunden mit Schamgefühlen und einem Verlust an Selbstvertrauen und mithin schmerzlich. Die Begriffe Disziplin und Selbstdisziplin sind auch nicht gerade jedermanns Lieblingsworte.

Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass nur das, was Spass macht, auch zu Erfolg führt. Es ist unsere Aufgabe, Wege zu finden, dass uns die wichtigen Dinge Spass machen.

Eine Aufgabe, eine Strategie, die man sich vornimmt, ist wie ein Versprechen an sich selbst. Versprechen sind einzuhalten. Wer sie nicht einhält, der verliert bald unser Vertrauen. Ein Versprechen an sich selbst hat dann natürlich mit Selbstvertrauen zu tun. Also wäre es besonders wichtig, eine Strategie zu haben, die verhindert, dass man Versprechen an sich selbst nicht einhält, da sonst das Selbstvertrauen bröckelt.

Dies soll nun absolut keine Moralpredigt sein, im Gegenteil. Ich kenne das aus eigener Praxiserfahrung, aber auch mit mir selbst. Niemand ist gegen diese Abnützung gefeit. Selbst die erfolgreichsten Menschen sind dieser Gefahr ständig ausgesetzt. Sie wissen aber darum und haben genau dafür eine Coping Strategie. Sie haben einen Coach oder sogar mehrere, die sie immer wieder aufs Neue motivieren. Dies kann ein Mensch sein, ein Buch, ein Vorbild, Kurse, Seminarien, Freunde, Mentoren.

Könnten Sie sich einen Spitzensportler ohne Coach vorstellen? Glauben Sie Roger Federer oder Simon Ammann würden ohne Coach operieren? Soweit mir bekannt ist, finanziert die Credit Swiss ihren Spitzenleuten sogar den persönlichen Coach.

Machen Sie sich nichts vor! Wir alle sind dem unterworfen. Ungeschickt ist es nur, wenn man dafür keine Strategie hat. Darum, lesen Sie immer wieder Bücher, welche Erfolgsstrategien beschreiben. Besuchen Sie Seminare zu Erfolg. Tun Sie sich mit Menschen zusammen, die wissen, wie man erfolgreich werden kann und die selber erfolgreich sind.

Das tönt für einige jetzt vielleicht materialistisch, deshalb muss man „Erfolg“ ja auch definieren. Es gibt vage gesellschaftliche Vorstellungen darüber, welche Menschen erfolgreich sind. Aber letztlich zählt nur, was für einen selbst Erfolg bedeutet.

Erfolg könnte heißen, das zu erreichen, was man für sich selbst für erstrebenswert hält.

In unseren Breiten heißt das für viele besitzen, haben. Er hat Geld, er hat Ansehen, sie hat eine gute Figur, sie hat eine hohe Kaderstelle im Betrieb.

Viele haben gelernt, dass Gelerntes, einem nicht mehr weggenommen werden kann. Dass man Besitz verlieren kann, aber mit Können immer wieder Besitz erlangen kann. Das Tun steht dabei im Vordergrund.

Und dann gibt es noch jene, denen das Sein am wichtigsten ist. Sie möchten gute Menschen sein, was immer das bedeuten mag. Oder mitfühlend, achtsam, zentriert, bloß zufrieden und glücklich, oder auf irgend eine Art nützlich für die Menschen.

Was immer angestrebt wird, wenn es erreicht ist, bedeutet es Erfolg, ohne zu werten und ohne den Mahnfinger zu heben, dass z.B. Sein vor Haben kommen sollte.

Wie auch der Weg sei, man muss ihn erst einmal gehen, muss erst einmal „schaffe, net schwätze“. Und dafür brauchen wir immer wieder einen neuen Ansporn. Besorgen Sie sich diese Unterstützung, wir alle brauchen sie.

Eine Antwort auf Don’t hope, cope!

  • meral sagt:

    Habe wieder einmal seit langem einen Artikel/Newsletter von dir gelesen. Diesen über „to cope/coping“ finde ich sensationell. Er gefällt mir ausserordentlich, weil ich ähnlich denke und ähnliches den Menschen weitererzähle. Hast du super auf den Punkt gebracht…

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