Leo Hackl Coaching
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Begeisterung vermeidet Burnout

Wie wichtig es ist, Burnout vorzubeugen und zu vermeiden, ist bekannt. Aus einem ausgewachsenen Burnout wieder heraus zu finden kann extrem schwierig und langwierig werden. Eine voll entwickelte Belastungs-Depression beschäftigt die Psychiatrie eine ganze Weile und verursacht dem Arbeitgeber enorme Kosten. Vermeiden wäre wesentlich einfacher!

In manchen Unternehmen herrscht die irrige Meinung, man müsse einen vermeintlich unersetzlichen Spezialisten durchtragen statt ihn ziehen zu lassen, obwohl er durch ein Coaching eine neue Bestimmung gefunden hätte. Auf den Arbeitnehmer hören ist wesentlich kostengünstiger und beiden ist geholfen. Gefällt ihm aber seine Tätigkeit und ein Coaching hat ihn dazu gebracht, Änderungen zu verlangen, so kann er ein noch viel wertvollerer Mitarbeiter werden, wenn man ihn darin unterstützt.

Was sind die Auslöser?

Motivation ist ein Schlüsselbegriff. Ich bevorzuge Begeisterung. Eine belastende Umgebung, Zeitdruck bzw. die Unmöglichkeit den Einsatz der eigenen Zeit selbst zu bestimmen, hohe Verantwortung, Willkür, Konkurrenzdruck, etc. können Begeisterung und Motivation erheblich einschränken. Die Unfähigkeit sich dagegen zu wehren oder die Situation zu verlassen erhöhen noch die Belastung.

Der Weg Richtung Burnout ist dann zum Teil schon gewiesen. Im Vordergrund stehen Notwendigkeiten, finanzielle zumeist. Hinzu kommt oft die Angst, auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten zu haben.

Wenn Sie für Ihre Arbeit Begeisterung empfinden, verleiht sie Ihnen Flügel, sie gibt Ihnen Energie! Sie strahlen jeden Tag mehr! Wenn Ihre Arbeit sie anödet, einen übermäßig hohen Preis fordert, oder sonst Unwohlsein verursacht, kostet es sie Energie bis Sie ausgebrannt sind. Folgende Szenarien sind denkbar:

  1. Es kann sein, dass Ihre Arbeit wohl genau Ihren Wünschen, Neigungen, Fähigkeiten und Träumen entspricht und Sie nie etwas anderes tun möchten. Die Umstände scheinen aber Ihre persönliche Entfaltung zu verhindern. Anscheinend. Es liegt jedoch immer an Ihnen, daran etwas zu ändern. Selbst wenn die Notwendigkeiten, denen Sie unterworfen sind, eine Änderung erschweren.
  2. Es kann sein, dass Sie nie jene Aufgabe gefunden haben -und das geht sehr vielen Menschen so- welche Ihre Bestimmung ist und in der Sie aufblühen würden.
  3. Es ist möglich, dass die äußeren Umstände so sind, dass Sie auch objektiv betrachtet gar keine andere Wahl haben, als eine ungeliebte Tätigkeit, oder eine Tätigkeit in einem ungeliebten Umfeld auszuüben.

Lösung:
Sie möchten rasch eine Verbesserung der Situation? Ja, natürlich! Wenn möglich mit der Wunderpille, sofern es diese gäbe… Die gute Nachricht: Man kann tatsächlich sehr viel dafür tun, dass es rasch eine Entlastung gibt.

Vergessen Sie aber trotzdem nicht, dass Sie vielleicht langfristig etwas ändern sollten, vielleicht sogar Ihr Leben. Dies vor allem dann, wenn auf Sie Punkt 1. oder 2. zutrifft. Dies lässt sich kaum selbst lösen. Ein seriöses Coaching dient dazu, herauszufinden, was Ihnen wirklich wichtig ist und dies auch umzusetzen. Eine Auszeit in einer völlig andern Umgebung, weit weg vom Alltag, kann eine solche tiefgreifende Veränderung wesentlich begünstigen.

Nun aber zu kurzfristig und schnell wirkend:

Wir erliegen immer wieder der Versuchung, andere für unsere Schwierigkeiten verantwortlich zu machen. Mit Schuldzuweisungen begeben wir uns in die Opferrolle und das ändert überhaupt nichts!

Übernehmen wir selbst die Verantwortung!

Es liegt an uns, mit welcher Einstellung wir einer Herausforderung begegnen. Vieles können wir nicht wählen, wie z.B. was zu erledigen ist, wer einem begegnet, was bis wann erledigt sein sollte. Was wir jedoch täglich wählen können, ist unsere Einstellung. Wie will ich an die Sache herangehen? Eine begeisterte Einstellung würde alles viel leichter machen. Sie werden sagen “aber es ist meine Erfahrung, dass der Frust früher oder später am Tag kommt”. Kann man unter unangenehmen Bedingungen mit einer begeisterten Einstellung in den Arbeitstag gehen und kann man diese trotz Frust beibehalten? Helfen würde dies bestimmt sofort.

Wie also könnte man vorgehen?

Kontrollieren Sie Ihre Einstellung vor Arbeitsantritt. Nehmen Sie diese bewusst wahr und akzeptieren Sie diese als erstes. Dies ermöglicht, ehrlich zu sich selbst zu sein. Mit dieser Einstellung gehe ich also zur Arbeit. Na schön!

Und nun überlegen Sie, welche Einstellung Sie viel lieber haben möchten und entscheiden Sie sich bewusst dafür. Welcher veränderte Umgang mit Situationen und Personen wird notwendig sein, um diese Einstellung auch im Tagesablauf aufrecht zu erhalten?

Der Knackpunkt besteht darin, dass wir innert Millisekunden alles bewerten: Die Situation ist verfahren, wir werden ausgebeutet, mein Kollege ist ein Widerling, Kunde X ist fordernd, u.s.w. u.s.f. Die Folge: Missmut, Erwartung von Misserfolgen, Demotivation, und als Bestätigung eben genau die erwarteten Misserfolge.

Sie möchten in Ihre und die Tätigkeiten anderer Leichtigkeit und Freude bringen. Dazu werden Sie anderen vermehrt Aufmerksamkeit schenken müssen, um sie zu verstehen. Der Kunstgriff dafür ist eine nicht bewertende Einstellung zu Ihrer Umgebung.

Dies mag anfänglich nicht leicht sein. Das Urteilen und Bewerten schleicht sich immer wieder ein. Um sich eine nicht wertende Einstellung anzueignen, können Sie folgende Übung anwenden, Sie werden ob der Wirkung erstaunt sein.

Übung

Werden Sie sich Ihrer Bewertungen bewusst, indem Sie diese genüsslich zulassen. Es soll Ihnen Spaß machen, in Gedanken jemanden oder eine Situation mit hässlichen Urteilen innerlich zu zerpflücken. Nehmen Sie es aber wahr und lächeln Sie erst einmal über sich selbst. Dann stellen Sie sich die entscheidende Frage: “Woher weiß ich das? Was sind eigentlich die objektiven Tatsachen?”

Nun beschreiben Sie völlig wertfrei, was Sie beobachtet haben. Ein “stocksaurer” Chef z.B. tut objektiv betrachtet nur folgendes: Er runzelt die Stirn, seine Kaumuskulatur bewegt sich, er haut mit der Faust aufs Pult, seine Adern am Hals treten hervor und sein Gesicht rötet sich. Mehr ist da nicht. Beschreiben Sie das innerlich in Worten. Hören Sie genau auf die Beschreibung.

Sie werden in all den verschiedenen Fällen, wo Sie vorher geurteilt haben, die sofort eintretende Distanz spüren. In Wirklichkeit kennen Sie den Grund für dieses Verhalten nicht. Sie werden dadurch imstande sein, zu verstehen. Sie sind vielleicht schon bereit, ein Geschenk zu machen. Sie werden erkennen, dass die Menschen nicht eigentlich böse sind, sondern ihre eigenen Aufgabenstellungen haben. Vielleicht sind Sie auch schon zu einem ersten Geschenk bereit: “Ärgern Sie sich über etwas Bestimmtes? Kann ich Ihnen etwas abnehmen?”

Es gibt natürlich alle möglichen denkbaren Situationen, Sie müssen es ausprobieren. Vor allem aber, entscheiden Sie sich, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Wählen Sie Ihre Einstellung selbst bewusst. Mit Hilfe des in der Übung beschriebenen Verhaltens des Nichtbewertens sorgen Sie dafür, dass Ihnen Ihre Motivation erhalten bleibt und Sie die neue Einstellung beibehalten können. Dass Ihnen Ihr neues Verhalten und die neue Einstellung Spaß machen. Ein erster Schritt ist getan, Sie werden wieder Begeisterung, oder zumindest Freude bei der Arbeit verspüren. Dies wird Sie auch ein gutes Stück weit vor Burnout schützen.

 
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