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	<title>Leo Hackl Coaching</title>
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	<description>Ängste Burnout Konflikte Schlafstörungen</description>
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		<title>Stress &#8211; Burnout 2</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 19:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Hilfe bei Burnout]]></category>
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		<description><![CDATA[Anhaltender (chronischer) Stress bedeutet höchster Alarm! Er führt zu Unzufriedenheit und von da in Burnout und Depression. Wie kann ich Burnout vermeiden, wie kann ich Depression vermeiden? Betrachten wir die Beteiligten. Auf der einen Seite unsere globalisierte Umwelt: Unsere Möglichkeiten nehmen mit atemberaubendem Tempo zu. Stichworte: Wissen, Information, Mobilität, Internet, grenzenlose Erreichbarkeit&#8230; Die damit verbundenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anhaltender (chronischer) Stress bedeutet höchster Alarm! Er führt zu Unzufriedenheit und von da in Burnout und Depression. Wie kann ich Burnout vermeiden, wie kann ich Depression vermeiden?</p>
<p>Betrachten wir die Beteiligten. Auf der einen Seite unsere globalisierte Umwelt:</p>
<p>Unsere Möglichkeiten nehmen mit atemberaubendem Tempo zu. Stichworte: Wissen, Information, Mobilität, Internet, grenzenlose Erreichbarkeit&#8230; Die damit verbundenen Probleme sind bekannt.</p>
<p>Im gleichen Tempo steigen die Anforderungen an Ausbildung und Beruf. Lernen kann wohl Spaß machen, die Gesellschaft ist jedoch auf Wettbewerb ausgerichtet. &#8220;Survival of the fittest&#8221; heißt es, auch wenn Darwin diesen Satz nicht im Sinne von Fitness verstanden hat. Hier hört der Spaß für viele auf.</p>
<p>Dem gegenüber stehen Familie und Individuum. Ihre Anforderungen und Bedürfnisse sind vielfältig und gegensätzlich, wenn auch wesentlich konservativer. Man mag nicht nur Abwechslung, sondern genauso Routine, Herausforderung wie Sicherheit, man ist leistungsorientiert oder bequem, anspruchsvoll oder bescheiden.</p>
<p>Diese zwei Welten prallen täglich aufeinander. Was geschieht dabei?</p>
<p>Passen ihre Anforderungen gegenseitig, mag das gut gehen. Wenn nicht, wird der Reibungsverlust nicht die Gesellschaft, sondern das Individuum aufreiben. Die Gesellschaft passt sich nur über größere Zeiträume an. Der Arbeitgeber im allgemeinen überhaupt nicht.</p>
<p>Die Spannung, der Stress wird überwältigend. Der Einzelne wird in der Regel versuchen, sich anzupassen. Er will passen (engl. &#8220;to fit&#8221;, passen, eben nicht Fitness). Wie oft hören wir etwa: &#8220;Morgen acht Uhr? Passt!&#8221;, &#8220;Du kommst  auch? Passt!&#8221;  Das Wort ist nicht zufällig hochaktuell geworden. Die rasche Entwicklung fordert ein erhöhtes Anpassungstempo und anscheinend sind wir sofort bereit, diese Anpassung zu leisten.</p>
<p>Für eine stark zunehmende Zahl von Menschen ist dies nicht mehr zu bewältigen. Der Preis dafür zu ist hoch, die eigene Persönlichkeit und deren Bedürfnisse bleiben im Anpassungswettkampf auf der Strecke.</p>
<p>Die Verantwortung dafür, trotz Anpassung sich selber bleiben zu können, liegt allein beim Einzelnen. Ist dieses Bedürfnis nicht erfüllt, wird er auf kurz oder lang krank und damit der Gesellschaft, dem Arbeitgeber und der Familie zur Last. Burnout und Depression nehmen erschreckend zu. Innerhalb des gesellschaftlich und beruflich vorgegebenen Rahmens muss frühzeitig dafür gesorgt werden, dass die eigene Persönlichkeit bestehen kann. Dies ist einfacher gesagt als getan!</p>
<p>Wie lässt sich dies lösen? Ein entsprechendes Coaching berücksichtigt etwa folgende Punkte:</p>
<ol>
<li>Ich muss meine wirklichen Bedürfnisse erst einmal kennen! Was ist mir zentral wichtig? Vorerst ohne Berücksichtigung der Umstände und verinnerlichter Ansichten lebender oder verstorbener Menschen sowie der Gesellschaft.</li>
<li>Was hindert mich daran, mir diese Bedürfnisse zu erfüllen? Welche Rücksichtnahmen, Notwendigkeiten und inneren Überzeugungen stellen sich dem in den Weg?</li>
<li>Sind meine Bedürfnisse erst klar und die Zwänge aufgelöst, rücken neue Möglichkeiten der Lebensgestaltung in greifbare Nähe.</li>
<li>Welche Ressourcen stehen mir dazu zur Verfügung und welche Defizite sind noch zu überwinden? Dies ist nun das kleinste Problem.</li>
<li>Wie sieht der Aktionsplan zur Verwirklichung aus? Was könnte ihn noch gefährden und was muss ich für Vorkehrungen treffen? Die Umsetzung wird abgesichert.</li>
</ol>
<p>Auszeiten, weit weg von den Ablenkungen und Fesseln des Alltags, in einer kraftvollen Umgebung, welche den Lern- und Veränderungsprozess emotional unterstützt, sind für diese Art Veränderung besonders gut geeignet. Sie führen zur tragfähigen Neuorientierung.</p>
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		<title>Stress &#8211; Burnout 1</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 15:01:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel weckt sogleich Vorstellungen: Überladene Schreibtische, prallvolle Agenden, drängende Kunden, fordernde Chefs, unzufriedene Familie, vergessene Geburtstage, schlaflose Nächte. Die Rede ist von Distress, dem übermäßig belastenden und auf Dauer der Gesundheit abträglichen Stress. Dieser Stress aktiviert eine Reihe von Hormonen, welche dem Organismus ermöglichen, die letzten Energien zu verbrennen, was dann eben zum Ausbrennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Der Titel weckt sogleich Vorstellungen: Überladene Schreibtische, prallvolle Agenden, drängende Kunden, fordernde Chefs, unzufriedene Familie, vergessene Geburtstage, schlaflose Nächte.</p>
<p>Die Rede ist von Distress, dem übermäßig belastenden und auf Dauer der Gesundheit abträglichen Stress. Dieser Stress aktiviert eine Reihe von Hormonen, welche dem Organismus ermöglichen, die letzten Energien zu verbrennen, was dann eben zum Ausbrennen oder Burnout führt.</p>
<p>Woran man oft nicht denkt, ist die Tatsache, dass auch ein Leben in anscheinender Ruhe ein Stressfaktor sein kann. Dabei spielen innere Einstellungen, Überzeugungen, oder Glaubenssätze, wie ich das gerne nenne, eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Glaubenssätze entstehen größtenteils in den ersten Lebensjahren. Meist durch Vorleben oder, etwas unangenehmer, Eintrichtern einer bestimmten Haltung, Einstellung oder Meinung der Eltern oder deren Vertreter. Wenn ich dadurch z.B. überzeugt davon bin, nur dann akzeptiert zu sein, wenn ich Überdurchschnittliches leiste, dann kann eine Zwangspause im Berufsleben ein außerordentlicher Stressfaktor werden, auch wenn ich dadurch eigentlich für eine gewisse Zeit ein ruhiges Leben führen könnte. Dies macht bereits deutlich, dass Ferien und Erholung noch nicht die Lösung für Burnout sind.</p>
<p>Viele können sich auch nicht vorstellen, dass eine Mutter mit zwei, drei Kleinkindern in dieselbe Situation geraten kann und dies nicht einmal selten.</p>
<p>Stress mit fatalen Folgen (gemäß einer SECO-Untersuchung fühlt sich ein Drittel der Erwerbstätigen in der Schweiz häufig oder sehr häufig gestresst!), nämlich das gefürchtete und immer weiter verbreitete Burnout, können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Arbeitsüberlastung ist nur eine aus einer ganzen Reihe.</p>
<p>Einstellungen oder Glaubenssätze, welche ein Mensch mitbringt, sind oft entscheidender! Diese inneren Einstellungen werden dann konfrontiert mit schwierigen äußeren Umständen, nämlich wie menschenfreundlich oder menschenfeindlich sind die Arbeitsumstände? Dazu gehören Unternehmenskultur, Führungsstil, Teamzusammensetzung, der Freiheitsgrad in der Arbeitsgestaltung und die physische Arbeitsumgebung.</p>
<p>Den Freiheitsgrad in der Arbeitsgestaltung möchte ich besonders hervorheben. Sich explosionsartig entwickelnde elektronische Möglichkeiten führen dazu, dass arbeitstechnisch dauernd Neuland erschlossen wird, für das noch wenig Erfahrung besteht.</p>
<p>Beispielsweise hat Microsoft Wien ihre Zentrale baulich neu, mit extrem offenen Grundrissen gestaltet, um eine neue Form des Arbeitens zu begünstigen. Sie nennen diese &#8220;My office is where I am&#8221;. Es gibt keine eigenen Arbeitsplätze. Es gibt keine festen Arbeitszeiten. Jede und jeder ist von allen andern jederzeit elektronisch erreichbar. Man weiß immer, wie alle gefunden werden können &#8211; außer: die betreffende Person will nicht gestört werden und meldet sich ab. Das ermöglicht, im Innenhof bei einer Tasse Kaffee, in einem gebuchten Konferenzraum, zuhause oder unterwegs zu arbeiten, egal. Man weiß immer, wo die betreffende Person erreichbar ist, nämlich elektronisch. Die Arbeitsleistung wird nicht an der abgesessenen Zeit gemessen, sondern am Erfüllen der Aufgaben. Man ist völlig frei, Hilfe in Anspruch zu nehmen und dazu direkt und ohne durch eine Hierarchie bedingte Umwege mit Übersee, USA, China in Kontakt zu treten und dort Informationen anzufordern. Es besteht ein unglaublicher Freiheitsgrad. Dies kann beste Burnout-Prophylaxe sein. Kann&#8230;</p>
<p>Natürlich muss man erst lernen, mit so viel Freiheit umzugehen. Man muss auch &#8220;nein&#8221; sagen können. Ständige Erreichbarkeit ist höchst belastend und führt zu folgenschweren Begleiterscheinungen. Dies ist aber keinesfalls zwingend, sondern lediglich ein Resultat des falschen Umgangs mit den elektronischen Möglichkeiten, der Digitalisierung und Globalisierung. Auch das will erlernt sein.</p>
<p>Die Absicht, welche hinter der hohen Vernetzung und schnellen Erreichbarkeit steckt, ist ursprünglich nicht die bessere Kontrolle und bessere Ausbeutung von Ressourcen, obwohl sie das ebenfalls ermöglicht. Nein, sie sollte ursprünglich das Leben erleichtern, Zeit sparen, Wege abkürzen oder überflüssig machen, Kunden zufriedener machen. Die Muße, welche wir auf langen Wegen geschenkt bekamen, müssen wir uns heute anders verschaffen. Phantasie ist gefragt, Mut auch, und neue Strategien.</p>
<p>Das Gegenteil dieser Freiheit ist das starre Festhalten an Kompetenzgrenzen, unumstößlich festgelegten Arbeitszeiten, Willkür in der Zuteilung oder dem Vorenthalten bestimmter Arbeiten, lange Listen von Verhaltensvorschriften, die immer wieder erneuert werden unter dem Vorwand, damit die Arbeit zu erleichtern und effizienter zu gestalten. Aber auch klassische Hierarchien mit Stelleninhabern, die durch das Peterprinzip an eine Position gelangt sind, der sie nicht mehr gewachsen sind und dadurch autoritär handeln müssen, anstatt aus natürlicher Autorität. Der Umgang mit solchen Umständen fordert vom Arbeitnehmer eine ganz andere Art von Skills um sie gesund zu überstehen.</p>
<p>Es lohnt sich, anzuschauen wie diese Fähigkeiten beim Einzelnen entdeckt, gefördert und gestärkt werden können. Dass das Aufdecken und Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen selten im Alleingang geschafft wird, sondern eine fachlich qualifizierte Führung braucht, eben Coaching im besten Sinne, ist offensichtlich. Was sich da anbietet, soll im bald folgenden nächsten Artikel aufgezeigt werden.</p>
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		<title>Ever failed?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 17:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. Frei übersetzt: Je versucht. Je versagt. Egal. Versuch nochmal. Versag nochmal. Versag besser. Dieser Rat von Samuel Beckett scheint nicht gerade ein Erfolg Versprechen zu sein. Aber stellen Sie sich vor, dass Sie, nachdem Sie &#8220;besser versagt&#8221; haben, aufs Neue versuchen und dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Ever tried. Ever failed. No matter.<br />
Try again. Fail again. Fail better.</p>
<p>Frei übersetzt: Je versucht. Je versagt. Egal.<br />
Versuch nochmal. Versag nochmal. Versag besser.</p>
<p>Dieser Rat von Samuel Beckett scheint nicht gerade ein Erfolg Versprechen zu sein. Aber stellen Sie sich vor, dass Sie, nachdem Sie &#8220;besser versagt&#8221; haben, aufs Neue versuchen und dies Mal noch besser versagen und nochmals und nochmals. Was wird schließlich dabei herauskommen?</p>
<p>Das einzige Problem ist die harte Arbeit, die Hartnäckigkeit, welche dahinter steckt. Dies bringen nur die wenigsten ohne Hilfe auf. Man hätte am liebsten die Wunderpille, welche einem die Niederlagen erspart. Doch diese sind oft der beste Lehrmeister.</p>
<p>1954 meldete sich ein Lastwagenchauffeur zum Casting. Der Manager riet ihm dringend, wieder ans Steuerrad zurückzukehren und keine Fragen zu stellen. Zu allem Übel hatte er noch eine Schmalzfrisur und lange Koteletts (Backenbärte)!</p>
<p>Aber: He tried again! Er konnte so aufreizend mit den Hüften wackeln, dass Mütter versuchten, ihre Töchter zu verstecken. Und bald war eine ganze Generation infiziert, Jungs trugen lange Koteletts und die Mädchen kreischten.</p>
<p>Was Elvis Presley mehr als alles andere wollte, war singen und auf der Bühne stehen. Es war ihm auf den Leib geschrieben, sein ganzes Wesen verlangte danach. Eine wichtige Voraussetzung die Motivation nicht aufzugeben. Zu viele Menschen gehen Beschäftigungen nach, die sie eigentlich nicht freiwillig, sondern aus purer Notwendigkeit tun. Dass eine Beschäftigung dem eigenen Wesen, dem eigenen Sein entspricht, aus dem sich das geliebte Tun ableitet, ist die eine wichtige Voraussetzung für Erfolg. Ungeliebte, energiezehrende Tätigkeit oder zu viele Hindernisse führen ins Burnout.</p>
<p>Die zweite Voraussetzung ist jedoch, aus Rückschlägen zu lernen und immer und immer wieder zu versuchen. Jedes Mal besser. Daran scheitern die meisten.</p>
<p>Never, never, never give up! &#8211; Winston Churchill</p>
<p>Diese beiden Punkte bilden das Zentrum in meinem persönlichen Coaching bei Burnout oder bei der Suche nach einer Neuausrichtung: Das Finden des eigenen Wesenskerns aus dem sich das geliebte Tun ableiten lässt, und immer wieder aufs Neue, das Entfachen der Begeisterung für das geliebte Tun.<br />
&#8212;<br />
Die Beispiele von Elvis Presley und Winston Churchill verdanke ich meinem langjährigen Mentor Bruno Gideon.</p>
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		<title>Agoraphobie &#8211; Klaustrophobie</title>
		<link>http://www.hacklcoaching.ch/angst/agoraphobie-klaustrophobie.html</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 15:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Agoraphobie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Klaustrophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Aengste]]></category>
		<category><![CDATA[Platzangst]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn jemand erklärt, unter Platzangst zu leiden, so stellt sich in den meisten Fällen heraus, dass diese Person Angst bekommt, sobald es eng wird, sie zu wenig Platz hat. Dies ist eigentlich das Gegenteil von Platzangst. Diese nennt man Agoraphobie, jene heißt korrekterweise Klaustrophobie, Angst vor Enge, Raumangst. Platzangst dagegen heisst Agoraphobie. Sie ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Wenn jemand erklärt, unter Platzangst zu leiden, so stellt sich in den meisten Fällen heraus, dass diese Person Angst bekommt, sobald es eng wird, sie zu wenig Platz hat. Dies ist eigentlich das Gegenteil von Platzangst. Diese nennt man Agoraphobie, jene heißt korrekterweise Klaustrophobie, Angst vor Enge, Raumangst. Platzangst dagegen heisst Agoraphobie.</p>
<p>Sie ist die Angst vor Plätzen, öffentlichen Räumen, davor in der Weite verloren zu gehen, im Notfall keine Hilfe zu bekommen oder keine Fluchtmöglichkeit zu haben, in der Menschenmasse unterzugehen. Agoraphobie Betroffene meiden öffentliche Verkehrsmittel, lange Autofahrten, v.a. auf einsamen Straßen oder auf Autobahnen mit längeren Teilstrecken ohne Ausfahrt, aber auch Einkaufszentren und öffentliche Festanlässe. Im Extremfall verlässt eine Betroffene Person ihr Haus nur noch in Begleitung oder gar nicht mehr.</p>
<p>Die Agora war im antiken Griechenland zuerst der Marktplatz, später auch politischer Versammlungsplatz. Nicht jede Person begibt sich gerne auf einen solchen Platz. Ist man erst einmal von andern geortet, kann man den Platz kaum unbegründet wieder verlassen. Wird man von der Menge gar verschluckt, ist man erst recht verloren!</p>
<p>Die Klaustrophobie tritt bei den Betroffenen vor allem in engen Räumlichkeiten auf wie Aufzügen, eng bestuhlten Flugzeugen, aber auch in Bussen und Bahnen, Kinos und in Menschenansammlungen, oder nur schon wenn eine kleine Wahrscheinlichkeit für ein Gedränge besteht. Für weniger Empfindliche kann aber auch eine medizinische Untersuchung „in der Röhre“, also MRI/MRT, eine echte Herausforderung darstellen. Fast 15% aller Untersuchten zeigen dabei Angstreaktionen.</p>
<p>Zwischen den zwei Phobien gibt es auch Gemeinsamkeiten und Überschneidungen. Eine Verwechslung von Agoraphobie und Klaustrophobie ist daher kein Grund zur Kritik. Es ist genau abzuklären, wie die Umstände liegen, will man eine präzise Diagnose stellen. Treten gleichzeitig z.B. Panikattacken auf oder nicht, in welchen verschiedenen Umgebungen treten die Ängste auf, spielt Alleinsein oder Menschenmenge eine Rolle?</p>
<p>In welche Kategorie gehört nun z.B. die panische Angst davor, in eine Sesselbahn zu steigen? Man ist auf einen ganz kleinen Raum beschränkt und man sollte sich ruhig verhalten. Merkmale der Klaustrophobie. Man ist allein, keine Hilfe weit und breit, der Raum um einen herum scheint unendlich. Merkmale der Agoraphobie.</p>
<p>Im Grunde spielt es für die Behandlung keine Rolle. Klassisch wird bei beiden kognitive Verhaltenstherapie in Form einer Expositionstherapie angewendet. Bei Klaustrophobie vermehrt auch medikamentöse Behandlung. Die wissenschaftliche Nachweisbarkeit des Therapieerfolgs ist gleichzeitig Vor- und Nachteil.</p>
<p>Es ist nicht meine Aufgabe, daran Kritik zu üben. Es ist trotzdem bedauerlich, dass die spektakulären Erfolge eines Milton Erickson mit Agoraphobie und einiger seiner Schüler im Mental Research Institut in Palo Alto nicht in weitere wissenschaftliche Studien Eingang gefunden haben. Die Anwendung ihrer Methoden im Coaching führt zu erstaunlichen Resultaten in kürzester Zeit und diese sind auch anhaltend. Neueste Forschungen an der Universität Zürich scheinen nun langsam in diese Richtung zu weisen.</p>
<p>Wenn Sie am Ansatz der Palo Alto-Gruppe interessiert sind, finden Sie unter <a href="../themen/angste-phobien">http://www.hacklcoaching.ch/themen/angste-phobien</a> weitere Informationen.</p>
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		<title>Don&#8217;t hope, cope!</title>
		<link>http://www.hacklcoaching.ch/coaching/dont-hope-cope.html</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 20:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Coach]]></category>
		<category><![CDATA[Coping]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[„Don’t hope, cope! Mut zum Leben“ lautet der sinnige Titel eines Buches von Tomi Ungerer. Prof. H.-D. Schneider, Universität Freiburg/Schweiz, definiert: Im Wörterbuch finden wir unter dem Begriff &#8220;to cope&#8221; die Bedeutungen: gewachsen sein, fertig werden (mit), bewältigen, meistern, es schaffen. Wenn von &#8220;Coping&#8221; die Rede ist, geht es also darum, dass man mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Don’t hope, cope! Mut zum Leben“ lautet der sinnige Titel eines Buches von Tomi Ungerer.</p>
<p>Prof. H.-D. Schneider, Universität Freiburg/Schweiz, definiert: Im Wörterbuch finden wir unter dem Begriff &#8220;to cope&#8221; die Bedeutungen: gewachsen sein, fertig werden (mit), bewältigen, meistern, es schaffen. Wenn von &#8220;Coping&#8221; die Rede ist, geht es also darum, dass man mit einer Aufgabe zurecht kommt, dass man sie lösen, meistern, bewältigen kann.</p>
<p>Für Tomi Ungerer ist diese Aufgabe das Leben selbst. Und es ist tatsächlich eine Aufgabe, welche TUN erfordert. Er drückt dies einmal mit dem schwäbischen Sprichwort aus: „Net schwätze, schaffe!“ Genau nach Definition von „to cope“, „es schaffen“! Das Buch ist mehr als lesenswert.</p>
<p>Nun dauert so ein Leben seine Weile und ständiges Schaffen ermüdet. Es ermüdet oft auch die Willigsten. Nach einer kürzeren oder längeren Zeit verblassen die guten Vorsätze, die regelmäßigen Aufgaben werden zu unregelmäßigen, von Woche zu Woche seltener und verlaufen schließlich im Sand. Wer kennt das nicht? Bei den besten Coping Strategien schleichen sich langsam Pausen ein, werden oft nach gewisser Zeit aufgeschoben und dann langsam wieder vergessen.</p>
<p>Kaum eine psychologische Praxis, in der nicht mindestens ab und zu der Wunsch nach einem Gegenmittel zu Prokrastination (Aufschieberitis) geäussert wird. Das Aufschieben von Aufgaben ist für viele auch verbunden mit Schamgefühlen und einem Verlust an Selbstvertrauen und mithin schmerzlich. Die Begriffe Disziplin und Selbstdisziplin sind auch nicht gerade jedermanns Lieblingsworte.</p>
<p>Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass nur das, was Spass macht, auch zu Erfolg führt. Es ist unsere Aufgabe, Wege zu finden, dass uns die wichtigen Dinge Spass machen.</p>
<p>Eine Aufgabe, eine Strategie, die man sich vornimmt, ist wie ein Versprechen an sich selbst. Versprechen sind einzuhalten. Wer sie nicht einhält, der verliert bald unser Vertrauen. Ein Versprechen an sich selbst hat dann natürlich mit Selbstvertrauen zu tun. Also wäre es besonders wichtig, eine Strategie zu haben, die verhindert, dass man Versprechen an sich selbst nicht einhält, da sonst das Selbstvertrauen bröckelt.</p>
<p>Dies soll nun absolut keine Moralpredigt sein, im Gegenteil. Ich kenne das aus eigener Praxiserfahrung, aber auch mit mir selbst. Niemand ist gegen diese Abnützung gefeit. Selbst die erfolgreichsten Menschen sind dieser Gefahr ständig ausgesetzt. Sie wissen aber darum und haben genau dafür eine Coping Strategie. Sie haben einen Coach oder sogar mehrere, die sie immer wieder aufs Neue motivieren. Dies kann ein Mensch sein, ein Buch, ein Vorbild, Kurse, Seminarien, Freunde, Mentoren.</p>
<p>Könnten Sie sich einen Spitzensportler ohne Coach vorstellen? Glauben Sie Roger Federer oder Simon Ammann würden ohne Coach operieren? Soweit mir bekannt ist, finanziert die Credit Swiss ihren Spitzenleuten sogar den persönlichen Coach.</p>
<p>Machen Sie sich nichts vor! Wir alle sind dem unterworfen. Ungeschickt ist es nur, wenn man dafür keine Strategie hat. Darum, lesen Sie immer wieder Bücher, welche Erfolgsstrategien beschreiben. Besuchen Sie Seminare zu Erfolg. Tun Sie sich mit Menschen zusammen, die wissen, wie man erfolgreich werden kann und die selber erfolgreich sind.</p>
<p>Das tönt für einige jetzt vielleicht materialistisch, deshalb muss man „Erfolg“ ja auch definieren. Es gibt vage gesellschaftliche Vorstellungen darüber, welche Menschen erfolgreich sind. Aber letztlich zählt nur, was für einen selbst Erfolg bedeutet.</p>
<p>Erfolg könnte heißen, das zu erreichen, was man für sich selbst für erstrebenswert hält.</p>
<p>In unseren Breiten heißt das für viele besitzen, haben. Er hat Geld, er hat Ansehen, sie hat eine gute Figur, sie hat eine hohe Kaderstelle im Betrieb.</p>
<p>Viele haben gelernt, dass Gelerntes, einem nicht mehr weggenommen werden kann. Dass man Besitz verlieren kann, aber mit Können immer wieder Besitz erlangen kann. Das Tun steht dabei im Vordergrund.</p>
<p>Und dann gibt es noch jene, denen das Sein am wichtigsten ist. Sie möchten gute Menschen sein, was immer das bedeuten mag. Oder mitfühlend, achtsam, zentriert, bloß zufrieden und glücklich, oder auf irgend eine Art nützlich für die Menschen.</p>
<p>Was immer angestrebt wird, wenn es erreicht ist, bedeutet es Erfolg, ohne zu werten und ohne den Mahnfinger zu heben, dass z.B. Sein vor Haben kommen sollte.</p>
<p>Wie auch der Weg sei, man muss ihn erst einmal gehen, muss erst einmal „schaffe, net schwätze“. Und dafür brauchen wir immer wieder einen neuen Ansporn. Besorgen Sie sich diese Unterstützung, wir alle brauchen sie.</p>
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		<title>Angst durch Trauma</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 13:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
		<category><![CDATA[Aengste]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwa jeder 20. Fall von irrealer (oder neurotischer) Angst lässt sich nicht in einer oder wenigen Sitzungen auflösen, da er auf einem tiefer liegenden Trauma gründet. Für einen solchen Fall habe ich von einer betroffenen Person das Einverständnis zur Veröffentlichung bekommen (Namen geändert). Herr Sommer, ein etwa 50-jähriger Mann, beklagt sich über Angstzustände, ausgelöst durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwa jeder 20. Fall von irrealer (oder neurotischer) Angst lässt sich nicht in einer oder wenigen Sitzungen auflösen, da er auf einem tiefer liegenden Trauma gründet. Für einen solchen Fall habe ich von einer betroffenen Person das Einverständnis zur Veröffentlichung bekommen (Namen geändert).</p>
<p>Herr Sommer, ein etwa 50-jähriger Mann, beklagt sich über Angstzustände, ausgelöst durch Situationen, in denen er sich nicht entfernen kann.</p>
<p>Beispiele: Das Gedränge auf den Stehplätzen eines Fußballspieles, wo er panikartig das Stadion verlassen muss, aus Angst, sonst sofort zusammenzubrechen. Lange Zugfahrten mit Schnellzügen, wo längere Zeit keine Möglichkeit besteht, auszusteigen. Autofahrten auf Strecken mit notorischen Staus, wo er nicht wegfahren kann und das Auto nicht verlassen darf. Nur schon die Vorstellung solcher Situationen verursacht Blähungen, Kribbeln in den Füssen und Beinen, das sich bis zur Bewegungsunfähigkeit steigern kann. Dazu gesellt sich oft eine Art Flash im Kopf.</p>
<p>Seine bisherigen Lösungen: Fußballspiele meiden, Zugfahrten nur mit Regionalzügen, die an jeder Station anhalten, Autofahrten auf Umwegen oder zu Zeiten, wo keine Staus zu erwarten sind.</p>
<p>Die erste strategische Vorgehensweise bringt zwar rasche und starke Verbesserungen, das üblicherweise vollständige Ausbleiben der Angstsymptomatik lässt sich aber nur teilweise erreichen. Dies lässt eine schwere Traumatisierung vermuten. Zufällig erwähnt er an einer Sitzung Narben von Verletzungen durch einen Unfall. Was war geschehen?</p>
<p>Im Alter von 20 Jahren war er mit einer Gruppe von Kollegen am Wochenende im Ausgang, wo wie üblich vermehrt Alkohol genossen wurde. Man beschloss zu vorgerückter Stunde, noch in ein Nachbardorf zu fahren, um weiter zu feiern. Gesagt getan. Zu viert bestieg man das Auto des einen Kollegen, der stark alkoholisiert war und mit hoher Geschwindigkeit losfuhr. Herr Sommer saß hinten rechts. Nach mehreren halsbrecherischen Überholmanövern bat der hinten links, neben ihm sitzende junge Mann, aussteigen zu dürfen. Es wurde ihm irgendwo im Niemandsland zwischen den Dörfern gewährt. Der Fahrer musste dazu aussteigen, es war ein zweitüriges Auto.</p>
<p>Der Höllenritt ging weiter und wäre fast von einem vor ihnen fahrenden langsameren Verkehrsteilnehmer gebremst worden. Aber bedenkenlos setzte der Fahrer in einer leichten Rechtskurve vor einer Brücke in überhöhter Geschwindigkeit zum Überholen an. Das Auto wurde jedoch über die Kurve hinausgetragen, wobei es eine die Fahrbahn abschließende Begrenzung mit ohrbetäubendem, kreischendem Lärm aufrollte, und anschließend mit einem Knall in den Brückenpfeiler krachte und da zum Stehen kam. Völlige Stille.</p>
<p>Die Fahrbahnbegrenzung bestand aus einzelnen Eisenpfosten aus H-Profilen, in etwa drei Metern Abstand einbetoniert. Oben hatte jeder Pfosten eine viereckige Öffnung, in welche Vierkanthölzer, Durchmesser etwa 10&#215;16 cm als Geländer gelegt waren.</p>
<p>Das Auto war genau von vorne auf ein solches Kantholz geprallt, das beim Aufprall auf den Brückenpfeiler wie eine Lanze durch den Motorraum in den Fahrgastraum gerammt wurde und da genau auf die Mitte der Brust des Fahrers. Sie durchstieß diesen mitsamt seiner Sitzlehne und erreichte den Rücksitz da, wo noch vor drei Minuten der ausgestiegene Kollege gesessen hatte.</p>
<p>Herr Sommer erinnert sich nur noch an die bedrückende Stille und die Gewissheit, dass etwas Furchtbares geschehen sein musste, dass er irgendwie ausstieg, um das Auto herumging, und Leute ihn davon abhielten, nach dem Fahrer zu schauen. Seine eigenen Verletzungen entdeckte er erst später.</p>
<p>Es ist bekannt, dass man in Situationen allerhöchster Gefahr sogar Dinge sieht und mitbekommt, die nicht im Blickfeld liegen. Auch muss Herr Sommer am aufgespießten Fahrer vorbei ausgestiegen sein, nachdem der vorne sitzende Kamerad den Ausstieg freigegeben hatte. Dabei dürfte ihm das Blutbad in einem halben Meter Entfernung kaum entgangen sein.</p>
<p>Was für Gefühle müssen Herrn Sommer bewegt haben, aus nächster Nähe mit zu erleben, wie sein Kamerad von so einem groben Kantholz durchdrungen und an die Rücklehne geheftet wurde?! Dabei hatte er selbst nicht die geringste Möglichkeit, etwas abzuwehren, oder zu flüchten, sondern schwebte selber in allerhöchster Gefahr. Ja er hatte zu allem Überfluss die Gelegenheit verpasst, früher auszusteigen!</p>
<p>Er war dazu verurteilt, chancenlos auf dem Rücksitz eingesperrt zu sein. Dies alles erzählt er heute ohne die geringsten Emotionen und ohne Erinnerung an irgendwelche Details. Wen wundert’s, dass er in Panik gerät, wenn er in eine Situation gerät, wo er nicht flüchten kann, und dass er heute lieber einmal zu früh aussteigt, als einmal zu spät?</p>
<p>Es ist einerseits die Gnade unserer Psyche, dass sie uns vor solchen Erinnerungen schützt, indem die Emotionen vom Ereignis abgespalten und ein großer Teil der Erinnerungen gelöscht werden. Es ist aber auch der Fluch der unbewusst gespeicherten Erinnerung, die den ganzen Horror dann wieder aktiviert, sobald man in eine ähnliche Situation des Eingeschlossen seins gerät.</p>
<p>Um die Ängste weitestgehend aufzulösen wäre die nachträgliche Verarbeitung des Ereignisses notwendig. Viele fürchten diese nochmalige Begegnung, was zu verstehen ist. Auch Herr Sommer selbst lässt es lieber bei einer 70-prozentigen Besserung bewenden. Ich kann es ihm nicht verübeln.</p>
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		<title>Mechanismen der Angst</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 17:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Angst vor der Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Angst-Seminar]]></category>
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		<category><![CDATA[Flugangst]]></category>
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		<description><![CDATA[Angst folgt in ihrem Ablauf immer demselben Schema. Gleich mehr davon. Die Angst, von welcher hier die Rede ist, ist jene irreale, wo keine reale Gefahr in Sicht ist, jene, unter der Menschen unbegreiflich leiden, welche sie unbedingt loswerden möchten, sie ständig bekämpfen und dabei trotzdem erfolglos bleiben. Zu nennen wären Flugangst, Prüfungsangst, Redeangst, Sozialphobie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angst folgt in ihrem Ablauf immer demselben Schema. Gleich mehr davon.</p>
<p>Die Angst, von welcher hier die Rede ist, ist jene irreale, wo keine reale Gefahr in Sicht ist, jene, unter der Menschen unbegreiflich leiden, welche sie unbedingt loswerden möchten, sie ständig bekämpfen und dabei trotzdem erfolglos bleiben. Zu nennen wären Flugangst, Prüfungsangst, Redeangst, Sozialphobie, Angst vor Enge oder Weite, also Klaustrophobie oder Agoraphobie (z.B. die Angst vor Tunnels, Menschenmassen, grossen Plätzen oder überhaupt ins Freie zu gehen), Panikattacken und viele mehr. Lösungen wären im <a href="http://www.hacklcoaching.ch/seminare/inhalt-und-kosten">Angst-Seminar</a> zu finden.</p>
<p>Das Schema ist folgendes:</p>
<ol>
<li>Verschiedene Auslöser wecken Vorstellungen, Phantasien. Das läuft in unseren Köpfen ab. Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Real und Irreal. Wenn wir beispielsweise nachts von einem Albtraum geweckt werden, rast das Herz und wir haben Schweißausbrüche.</li>
<li>Da in unserem Gehirn Alarmzentralen aktiviert werden, kommt es zu Körperreaktionen wie z.B. das oben beschriebene Herzrasen, aber auch anderen Körpersensationen wie Schwindel, zitternde Knie oder Hände, Enge in der Brust, Würgen und vieles mehr.</li>
<li>Wir fühlen uns diesen Reaktionen hilflos ausgeliefert und wir versuchen, die Auslöser zu meiden oder die auslösende Situation zu verlassen. Wir wissen zwar, dass die Angstreaktion unbegründet ist, aber es gelingt uns nicht, sie auszuschalten. „Es geschieht einfach“. Es geschieht scheinbar ohne unser Dazutun, es tritt völlig selbsttätig, also spontan auf.</li>
<li>Irgendwie werden wir dann unter mehr oder weniger großem Leiden mit der Situation fertig, oder wir verlassen den Tunnel, steigen aus dem Flugzeug oder was sonst immer. Wir sind aber hinterher nicht mehr ganz die gleichen wie vorher. Unsere Angst vor der Angst hat sich aufgrund der wiederholenden Erfahrung weiter verstärkt. Wir sind künftig noch aufmerksamer auf die Auslöser und reagieren oft noch heftiger, wenn wir wieder in eine ähnliche Situation geraten.</li>
</ol>
<p>Das Typische ist der Automatismus, wie wir scheinbar ohne eigenes Zutun immer wieder bei ähnlichen Umständen in dieselbe Gemütsverfassung geraten, also das spontane Auftreten der irrealen Ängste.</p>
<p>Um mit diesen Ängsten auf völlig andere Art umgehen zu können, lässt sich der Automatismus hervorragend verwenden. Man hat in Forschungen z.B. an der Universität Zürich nachweisen können, dass es die Angst wesentlich reduziert, wenn man sich ihrer bewusst ist, und sie akzeptiert. Das wäre einen Versuch wert.</p>
<p>Nun kommt die große Falle: Ich will ja meine Angst unbedingt loswerden und nicht sie akzeptieren. Sie ist ganz und gar inakzeptabel! Wenn mir nun jemand kommt und sagt, ich müsste die Angst bloss akzeptieren, um sie los zu werden, dann bin ich, nach einigem Kopfschütteln, vielleicht bereit, sie zu akzeptieren. Aber nur, weil mir glaubhaft in Aussicht gestellt wird, dass sie dann das Feld räumt.</p>
<p>Frage: Akzeptiere ich in diesem Fall meine Angst? Nein, natürlich nicht! Ich bluffe ja nur, dass ich sie akzeptiere, denn mit diesem Trick will ich sie ja noch immer genau so vehement loswerden, wie zuvor.</p>
<p>Ist man erst einmal so weit, so ist man in einem Paradoxon gefangen, aus dem es nur schwer ein Entrinnen gibt. Um Paradoxa aufzulösen braucht es wirksame Gegenparadoxa. Nun sind diese leider recht individuell, was heißt, man kann keine allgemein gültigen Gegenparadoxa zur Verfügung stellen, sondern man muss sie individuell erarbeiten.</p>
<p>Als sehr hilfreich dafür hat sich erwiesen, diese in Kleingruppen, einem sog. Angst-Seminar zu erarbeiten. Einerseits haben die Teilnehmer den Schutz der Intimität in einer Kleingruppe. Oft scheuen sich angstgeplagte Menschen, sich zu outen. Die Kleingruppe gibt dafür genügend Sicherheit.</p>
<p>Der Hauptvorteil der Gruppe besteht darin, dass man auch die Betrachtungsweisen der andern Teilnehmer erfährt. Das Thema wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was bedeutet, dass man von den Erfahrungen der andern profitieren kann und die Lösung mit verschiedenen Worten beschrieben aufnehmen kann. Das Verständnis wird enorm erleichtert, die Wahrscheinlichkeit, aus dem Paradoxon herauszufinden wird um ein Vielfaches, bei konsequenter Anwendung bis zur Gewissheit erhöht.</p>
<p>Wenn Sie gerne erfahren möchten, wie so ein Kleingruppenseminar abläuft, dann schauen Sie hier vorbei: <a href="http://www.hacklcoaching.ch/seminare/inhalt-und-kosten">Angst-Seminar</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Glück 3</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Manfred Spitzer, Hirnforscher sagt: „Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, dauernd glücklich zu sein, aber es ist süchtig danach, nach Glück zu streben.“ Ein sehr gutes, 62-minütiges Video hat mich dazu inspiriert, diesen Artikel zu schreiben. Vielleicht verrate ich noch den Link dazu, für diejenigen, welche so viel Zeit aufwenden möchten. Es wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Manfred Spitzer, Hirnforscher sagt: „Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, dauernd glücklich zu sein, aber es ist süchtig danach, nach Glück zu streben.“</p>
<p>Ein sehr gutes, 62-minütiges Video hat mich dazu inspiriert, diesen Artikel zu schreiben. Vielleicht verrate ich noch den Link dazu, für diejenigen, welche so viel Zeit aufwenden möchten.</p>
<p>Es wird die Frage aufgeworfen, was wir dafür tun können, um ein glücklicheres Leben zu führen. Das ist natürlich für viele kalter Kaffee, denn die Buchhandlungen sind voll von Bänden, wo uns Lebensberater in die ultimativen Kniffe des Glücklichseins einführen. Das Video enthält unvermeidlich ebenfalls Tipps, die man schon 1&#8217;000 Mal gehört hat. Diese lasse ich weg.</p>
<p>Ein großer Teil ist auch dem Thema <a href="http://www.hacklcoaching.ch/coaching/glueck-1.html">Flow von Csikszentmihalyi</a> gewidmet, den ich im Artikel Glück 1 behandelt habe und der nach wie vor zentrale Bedeutung, auch für die Abwendung von Burnout hat.</p>
<p>Sieben Hirnareale, welche an Glücksgefühlen beteiligt sind, werden vorgestellt, ich zähle sie hier nicht auf. Es handelt sich um jene Schaltstellen, die filtern, bewerten, weiterleiten und schlussendlich Botenstoffe aktivieren, welche im Körper ein angenehmes Glücksgefühl auslösen.</p>
<p>Zwei interessante Fragen haben die Hirnforscher beschäftigt:</p>
<ol>
<li>Können wir Glück trainieren?</li>
<li>Können wir unser Gehirn so verändern, dass wir dauerhaft und für immer glücklich sind?</li>
</ol>
<p>Trainieren JA. Dauerhaft und für immer, NEIN, es ist sogar überlebenswichtig, nicht immer glücklich zu sein. Wenn wir das könnten, würde es zur Sucht wie bei einem Junkie und die Wahrscheinlichkeit, am Glück zu sterben wäre beträchtlich.</p>
<p>Was wir trainieren können sind folgende Punkte:</p>
<ol>
<li>Hirnschaltungen, also Erinnerungen an glückliche Erlebnisse, häufig benutzen und solche an unglückliche meiden, beeinflusst zerebrale Aktivitätsmuster positiv.</li>
<li>Biochemische Voraussetzungen durch die richtige Ernährung unterstützen. Serotonin ist dafür ein wesentlicher Träger. Es wird hergestellt aus dem Vorläuferstoff Tryptophan. Von diesem soll man möglichst genügend aufnehmen. Tryptophan ist enthalten in: Schweinefleisch (hat andere Nachteile), Hähnchenbrustfilet, Lachs, Hühnerei, Kuhmilch, Cashewnüssen, Walnüssen, Haferflocken, Maisvollkornmehl, ungeschältem Reis, Erbsen, getrocknetem Kakaopulver und Bananen.</li>
<li>Bewegung! Besonders Ausdauersport. Der Spiegel an Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Endorphinen wird gehoben, jener für Adrenalin und Cortisol (Stresshormone) gesenkt.<br />
Die Lern- und Konzentrationsfähigkeit steigt markant, wir sind leistungsfähiger, entschlussfreudiger und können Sorgen schneller verarbeiten.</li>
<li>Entspannung! Der Kreislauf Angst – Stress – Depression kann mit fortgeschrittener Entspannungsfähigkeit abgelöst werden  durch den Kreislauf Gelassenheit – Entspannung – Glück. Bestimmte Formen der Meditation sind dazu besonders geeignet. Mein nächster Artikel wird vor allem davon handeln.</li>
</ol>
<p>Die Frage, warum uns Geld nicht glücklich macht wird ebenfalls aufgegriffen. Dass es auch Aktien, Liegenschaften und Prestige brauche, ist ein Gerücht. Befragungen an 450&#8217;000 US-Amerikanern haben ergeben, dass das Glück ab einem Jahreseinkommen, das über 60&#8217;000 USD liegt, nicht weiter zunimmt, sondern konstant bleibt. Bei Absinken unter diese Grenze nimmt jedoch der Stress immer mehr zu, sodass die Menschen mit in ihrer Umgebung ungenügendem Einkommen unglücklicher sind.</p>
<p>Dem neuen Zweig der Psychologie, der sog. Positiven Psychologie, begründet durch Prof. Martin E.P. Seligman wird ein breiter Raum eingeräumt. Die Frage steht im Zentrum, wie wir positive Erfahrungen festigen und negative abbauen können.  Dazu verhelfen drei Säulen:</p>
<ol>
<li>Eigene Stärken optimieren</li>
<li>Flow. Aufgehen in Selbstvergessenheit, Tun, allein um der Sache Willen.</li>
<li>Sinn. Wie kann man einen Sinn im Leben finden</li>
</ol>
<p>Es lohnt sich, in weiteren Artikeln auf die Thematik näher einzutreten.</p>
<p>Ebenfalls wird die Frage aufgeworfen, ob wir andere glücklich machen können. Ohne ihn namentlich zu erwähnen, sind die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg aufgezählt. Das Beherrschen dieses Prinzips kann Wege ebnen, veränderte Verhaltensweisen zu realisieren, ohne andere zu verletzen. Etwas das viele Burnout Betroffene in Ihren gewünschten Veränderungen unterstützen könnte.</p>
<p>So viel für heute. Wer nun noch gerne das Video ansehen möchte: Hier ist es: http://www.kundengewinnungscoach.de/glueck.htm</p>
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		<title>Glück 2</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 17:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man soeben aus Dänemark aus den Ferien zurück ist und einen Artikel über Glück schreiben soll, was liegt dann näher, als die Umfrage der Universität Michigan zu beachten, die im Rahmen des „World Value Survey“ dazu Menschen in 97 Nationen befragte, die über 90 Prozent der Weltbevölkerung stellen. Auf einer Skala von 1 („sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man soeben aus Dänemark aus den Ferien zurück ist und einen Artikel über Glück schreiben soll, was liegt dann näher, als die Umfrage der Universität Michigan zu beachten, die im Rahmen des „World Value Survey“ dazu Menschen in 97 Nationen befragte, die über 90 Prozent der Weltbevölkerung stellen. Auf einer Skala von 1 („sehr unglücklich“) bis 5 („sehr glücklich“) sollten die Teilnehmer ihre aktuelle Lebenszufriedenheit einstufen.</p>
<p>Dies ist natürlich ein sehr vages Kriterium, aber auch in andern Studien rangieren seit Jahren immer die Dänen auf Platz eins. Dies reduziert natürlich die Zufallswahrscheinlichkeit erheblich. Nehmen wir einmal an, es stimmt tatsächlich.</p>
<p>Warum das wohl so ist?</p>
<p>Verschiedene Dinge sind mir bei meinem rund 10-tägigen Besuch aufgefallen. Ich erhebe keinen Anspruch weder auf Vollständigkeit, noch auf objektive oder gar repräsentative Beobachtungen. Aber gewisse Hinweise und Überlegungen sind durchsaus möglich und sollten Denkanstösse geben.</p>
<p>Die Dänen arbeiten 7,4 Stunden am Tag und zwar flexibel. Das ermöglicht z.B. der Familie, bei der ich zu Gast war, ihre Kinder abwechselnd zu betreuen. Das bedeutet, Mutter beginnt um 07.00 zu arbeiten und ist um 16.00 zurück, um die Kinder von der Schule abzuholen. Vater beginnt um 09.30 zu arbeiten und bringt morgens die Kinder zur Schule. Am Abend haben beide genügend Zeit, sich mit den Kindern abzugeben, die Schulaufgaben sind schon gemacht.</p>
<p>Die Familie hat keinerlei Stress, Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bringen. 97% aller Däninnen arbeiten! Und Kinder haben sie 1,78 pro Frau (EU 1,46, in der Schweiz 1,5). Diese gehen in Tagesschulen mit großzügigen Freizeitanlagen, wo das Mittagessen zubereitet und eingenommen wird, sowie die Hausaufgaben erledigt werden.</p>
<p>Die dänischen Kinder, die ich kennen gelernt habe, gehen ausnahmslos GERNE zur Schule! Davon habe ich auch schon geträumt! Ich könnte mir vorstellen, dass darin einer von den Gründen liegt, sich als Mensch wohl zu fühlen. Es muss ja nicht gerade Glück sein, aber mit Wohlfühlen fängt es an.</p>
<p>Aufgefallen ist des weiteren, dass die Dänen ein ausgesprochen tiefes Aggressionspotential haben. Für Wikinger eigentlich erstaunlich. Wahrscheinlich haben sie die Aggressionen vor 1&#8217;000 Jahren ausgelebt. Die Schweizer eigentlich auch, wenn man sich’s überlegt. Ein einziges Graffito habe ich in Kopenhagen gesehen. Sonst ist alles immer schön sauber aufgeräumt. Keine leeren Petflaschen, saubere Züge, keine Vandalenspuren, ein ganz anderes Bild als hierzulande.</p>
<p>Im Straßenverkehr wird einfach gewartet wenn jemand unentschlossen ist. Im Berufsverkehr am frühen Morgen sei dies nicht immer so ausgeprägt. Das habe ich natürlich nicht beobachten können. Aber Aufregung ist im Verkehr nirgends zu orten, keine Stinkefinger oder hochrote Köpfe hinter dem Steuer.</p>
<p>Studiert man als Tourist einen Stadtplan, so ist gleich jemand zur Stelle um zu helfen. Und die Ratschläge kann man getrost befolgen, sie sind ausnahmslos wertvoll.</p>
<p>Hat einmal ein König beschlossen, dass alle Dänen Christen sein wollen, so wurde das ohne Murren akzeptiert. Genau so verhielten sich die Dänen, als ein späterer König beschloss, sie würden jetzt alle gerne Lutheraner sein. Und so muss es sich auch mit den Beschlüssen zur Höhe der Steuern verhalten. Denn alle diese Tagesschulen kosten den Staat eine Menge Geld und ebenso die Betreuung all der Schüler, die außerordentlich liebevoll und umfassend ist, soweit ich das beobachten konnte. Man macht eben mit, nach dem Motto „ein einig Volk von Brüdern (und Schwestern“, etwas frei nach Schiller).</p>
<p>Das heißt nicht, dass alles geschluckt würde. Die amtierende Regierung steht arg in der Kritik und alle freuen sich auf die kurz bevorstehenden Wahlen. Mit dem Resultat wird man sich arrangieren.</p>
<p>Nun, woran liegt es, dass die Dänen im Glücksvergleich immer obenauf schwingen? Man könnte vermuten, dass ihr ruhiges bis introvertiertes Wesen, gepaart mit Hilfsbereitschaft, es ihnen ermöglicht, überdurchschnittlich liebevoll und umsichtig mit ihren Kindern umzugehen, ohne sie ungesund zu verwöhnen. Sie übergeben ihnen vielleicht genau jenes Maß an Selbstverantwortung, welches zumutbar ist. Sie tun das. Aktiv, nicht nur verbal „Die Kinder sind unsere Zukunft, blah, blah“. Nein, sie handeln auch danach.</p>
<p>Was dabei herauskommt sind selbstbestimmte, ruhige und verantwortungsvolle Menschen, welche zu ihrer Umwelt und zu ihren Mitmenschen Sorge tragen. Das alles machen wir ja auch, wenigstens teilweise. Aber die Dänen machen es eben ein bisschen mehr, und vielleicht sind sie auch deshalb ein bisschen glücklicher.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Glück 1</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 13:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sucht nicht sein Glück, wer möchte ihn nicht erreichen, diesen Zustand, in dem man sagen kann, ich bin glücklich? Irgendwie glauben wir, ganz genau zu wissen, was das letztlich sein soll, dieses höchste aller Ziele. Aber es genau zu beschreiben und den Weg dahin zu schildern, vermögen die wenigsten. Natürlich wird das Gebiet immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sucht nicht sein Glück, wer möchte ihn nicht erreichen, diesen Zustand, in dem man sagen kann, ich bin glücklich? Irgendwie glauben wir, ganz genau zu wissen, was das letztlich sein soll, dieses höchste aller Ziele. Aber es genau zu beschreiben und den Weg dahin zu schildern, vermögen die wenigsten.</p>
<p>Natürlich wird das Gebiet immer wieder erforscht, Voraussetzungen genannt, Ursachen und Wirkmechanismen erklärt. Aber die Erklärungsmodelle sind oft meilenweit voneinander entfernt. Ich möchte deshalb versuchen, mich dem Thema von drei Seiten zu nähern:</p>
<p>1. Mihaly Csikszentmihalyi hat 1985 und dann v.a. 1990 unter dem Namen „Flow, Das Geheimnis des Glücks“ die Resultate einer großen Studie veröffentlicht. Er hat dabei ganz grundlegende Elemente für Glück wissenschaftlich belegt. Die Resultate haben wesentliche praktische Bedeutung.</p>
<p>2. Die neuere Hirnforschung ist den Mechanismen nachgegangen, welche ausschließlich im Hirn ablaufen und hat eine ganze Anzahl Zentren isoliert, welche an der Entstehung des Glücksgefühls beteiligt sind. Die Ergebnisse haben keine praktische Bedeutung was das Erreichen dieses Zustands betrifft. Die Bedeutung liegt mehr im pharmakologischen Bereich. Oder könnten Sie z.B. ihren Gyrus Cinguli mal kurz etwas aktivieren, damit etwas praktische Anwendung ins Geschehen kommt? Eben.</p>
<p>3. Gewisse Hirnforscher haben versucht, den Menschen etwas ganzheitlicher zu betrachten und sich nicht auf das Hirn allein zu beschränken. Einiges davon ist vielleicht noch etwas spekulativ und die entsprechenden Forscher wurden daher von der Wissenschaftsgemeinde auch zeitweise ausgegrenzt. Dies war aber schon immer der Fall, wenn etwas wirklich Neues entdeckt wurde. Die Entdecker der Plastizität des Hirns wären bis 1999 beinahe auf dem Scheiterhaufen gelandet – im übertragenen Sinne natürlich, heute gibt es dafür viel subtilere Methoden.</p>
<p>Natürlich gibt es auch Vorgänger, denn Glück hat seit Aristoteles, und sicher noch früher, immer das Interesse von Denkern geweckt. Ich möchte aber jetzt auf diese drei neueren Grundlagen in je einem Artikel etwas näher eintreten und beginne gerne mit Mihaly Csikszentmihalyi.</p>
<p>Csikszentmihalyi hat weltweit über 200&#8217;000 Versuchspersonen aus allen möglichen Berufen und Einkommensschichten untersucht was zu repräsentativen Resultaten geführt hat, was seinen Fokus betrifft. Zur Messung der Qualität subjektiver Erfahrung wurden zuerst Fragebögen, und mit der Zeit ein elektronisches Gerät eingesetzt, das zu zufälligen Zeiten summte, sobald vom Träger aufgezeichnet werden musste, was er gerade dachte und wie er sich fühlte. Die Studie begann mit Menschengruppen, welche bekanntermaßen aufgrund ihrer Tätigkeit oft Glücksgefühle erleben, wie z.B. Chirurgen und Bergsteiger. Die Versuchspersonen umfassten in der Hauptstudie dann ganz zufällige Individuen ohne Eingrenzung bei Berufen, Einkommensschichten und Nationalitäten.</p>
<p>Zusammengefasst könnten die Ergebnisse etwa folgendermaßen beschrieben werden:</p>
<p>Optimale Erfahrung (so nennt er das) ist dann möglich, wenn ein Gefühl da ist, dass die eigenen Fähigkeiten ausreichen, eine gegebene Herausforderung in einem zielgerichteten, regelgebundenen Handlungssystem zu bewältigen, das deutliche Rückmeldungen bietet, wie gut man dabei abschneidet. Die Konzentration ist dabei so intensiv, dass keine Aufmerksamkeit übrig bleibt, um an andere, unwichtige Dinge zu denken oder sich um Probleme zu sorgen. Das Selbstgefühl verschwindet, und das Zeitgefühl wird verzerrt. Eine Aktivität, die solche Erfahrungen herbeiführt, ist so lohnend, dass man gewillt ist, sie um ihrer selbst willen auszuführen, ohne an mögliche Vorteile zu denken, auch wenn sie schwierig oder gefährlich ist. (Zit. Nach Csikszentmihalyi, Flow, deutsche Ausgabe 2005).</p>
<p>Die Frage, wie man solches erreichen kann, wird natürlich diskutiert. Habe ich genügend Kontrolle über die instinktiven Triebe um zu optimaler Erfahrung zu kommen, und wie wird solches erreicht?</p>
<p>Bin ich überhaupt bereit, meine ganze Aufmerksamkeit für ein realistisches Ziel zu verwenden, das meinen Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten entspricht und dabei die volle Aufmerksamkeit auf die Aufgabe zu richten, was verlangt, zeitweise alles andere zu vergessen? Die Motivation spielt dabei eine wichtige Rolle. Ist es eine Handlung, die mir grundsätzlich wichtig ist, oder interessiert sie mich nur deshalb, weil sie mir genau dieses Gefühl vermittelt?</p>
<p>Bei Burnout spielt dies z.B. eine wesentliche Rolle. Der äußere Zwang alle Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu richten kann nicht zu anhaltendem Energiegewinn aus dem Tun führen, die Motivation muss tiefer im eigenen Sein begründet sein.</p>
<p>Es wird wesentlich, um die Ängste und Depressionen des heutigen Lebens zu überwinden, von der gesellschaftlichen Umwelt unabhängig zu werden und nicht mehr ausschließlich in deren Begriffen von Belohnung und Strafe zu reagieren. Dieser Schritt wird zur Befreiung aus Burnout angestrebt.</p>
<p>Es stehen zwei Hauptstrategien zur Verfügung: Man kann die äußeren Bedingungen den eigenen Zielen anpassen, oder man kann ändern, wie man äußere Bedingungen erlebt. Dazu gibt es eine indische Weisheit: Erfolg ist, zu erreichen was man wünscht. Glück ist, zu wünschen, was man erreicht.</p>
<p>Das Thema ist erst leicht geritzt, es ließe sich noch sehr viel mehr dazu sagen, Auf Wunsch mache ich das gerne. Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, und als Anregung soll das Gesagte im ersten Moment genügen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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