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Glück 3

Prof. Dr. Manfred Spitzer, Hirnforscher sagt: „Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, dauernd glücklich zu sein, aber es ist süchtig danach, nach Glück zu streben.“

Ein sehr gutes, 62-minütiges Video hat mich dazu inspiriert, diesen Artikel zu schreiben. Vielleicht verrate ich noch den Link dazu, für diejenigen, welche so viel Zeit aufwenden möchten.

Es wird die Frage aufgeworfen, was wir dafür tun können, um ein glücklicheres Leben zu führen. Das ist natürlich für viele kalter Kaffee, denn die Buchhandlungen sind voll von Bänden, wo uns Lebensberater in die ultimativen Kniffe des Glücklichseins einführen. Das Video enthält unvermeidlich ebenfalls Tipps, die man schon 1’000 Mal gehört hat. Diese lasse ich weg.

Ein großer Teil ist auch dem Thema Flow von Csikszentmihalyi gewidmet, den ich im Artikel Glück 1 behandelt habe und der nach wie vor zentrale Bedeutung, auch für die Abwendung von Burnout hat.

Sieben Hirnareale, welche an Glücksgefühlen beteiligt sind, werden vorgestellt, ich zähle sie hier nicht auf. Es handelt sich um jene Schaltstellen, die filtern, bewerten, weiterleiten und schlussendlich Botenstoffe aktivieren, welche im Körper ein angenehmes Glücksgefühl auslösen.

Zwei interessante Fragen haben die Hirnforscher beschäftigt:

  1. Können wir Glück trainieren?
  2. Können wir unser Gehirn so verändern, dass wir dauerhaft und für immer glücklich sind?

Trainieren JA. Dauerhaft und für immer, NEIN, es ist sogar überlebenswichtig, nicht immer glücklich zu sein. Wenn wir das könnten, würde es zur Sucht wie bei einem Junkie und die Wahrscheinlichkeit, am Glück zu sterben wäre beträchtlich.

Was wir trainieren können sind folgende Punkte:

  1. Hirnschaltungen, also Erinnerungen an glückliche Erlebnisse, häufig benutzen und solche an unglückliche meiden, beeinflusst zerebrale Aktivitätsmuster positiv.
  2. Biochemische Voraussetzungen durch die richtige Ernährung unterstützen. Serotonin ist dafür ein wesentlicher Träger. Es wird hergestellt aus dem Vorläuferstoff Tryptophan. Von diesem soll man möglichst genügend aufnehmen. Tryptophan ist enthalten in: Schweinefleisch (hat andere Nachteile), Hähnchenbrustfilet, Lachs, Hühnerei, Kuhmilch, Cashewnüssen, Walnüssen, Haferflocken, Maisvollkornmehl, ungeschältem Reis, Erbsen, getrocknetem Kakaopulver und Bananen.
  3. Bewegung! Besonders Ausdauersport. Der Spiegel an Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Endorphinen wird gehoben, jener für Adrenalin und Cortisol (Stresshormone) gesenkt.
    Die Lern- und Konzentrationsfähigkeit steigt markant, wir sind leistungsfähiger, entschlussfreudiger und können Sorgen schneller verarbeiten.
  4. Entspannung! Der Kreislauf Angst – Stress – Depression kann mit fortgeschrittener Entspannungsfähigkeit abgelöst werden  durch den Kreislauf Gelassenheit – Entspannung – Glück. Bestimmte Formen der Meditation sind dazu besonders geeignet. Mein nächster Artikel wird vor allem davon handeln.

Die Frage, warum uns Geld nicht glücklich macht wird ebenfalls aufgegriffen. Dass es auch Aktien, Liegenschaften und Prestige brauche, ist ein Gerücht. Befragungen an 450’000 US-Amerikanern haben ergeben, dass das Glück ab einem Jahreseinkommen, das über 60’000 USD liegt, nicht weiter zunimmt, sondern konstant bleibt. Bei Absinken unter diese Grenze nimmt jedoch der Stress immer mehr zu, sodass die Menschen mit in ihrer Umgebung ungenügendem Einkommen unglücklicher sind.

Dem neuen Zweig der Psychologie, der sog. Positiven Psychologie, begründet durch Prof. Martin E.P. Seligman wird ein breiter Raum eingeräumt. Die Frage steht im Zentrum, wie wir positive Erfahrungen festigen und negative abbauen können.  Dazu verhelfen drei Säulen:

  1. Eigene Stärken optimieren
  2. Flow. Aufgehen in Selbstvergessenheit, Tun, allein um der Sache Willen.
  3. Sinn. Wie kann man einen Sinn im Leben finden

Es lohnt sich, in weiteren Artikeln auf die Thematik näher einzutreten.

Ebenfalls wird die Frage aufgeworfen, ob wir andere glücklich machen können. Ohne ihn namentlich zu erwähnen, sind die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg aufgezählt. Das Beherrschen dieses Prinzips kann Wege ebnen, veränderte Verhaltensweisen zu realisieren, ohne andere zu verletzen. Etwas das viele Burnout Betroffene in Ihren gewünschten Veränderungen unterstützen könnte.

So viel für heute. Wer nun noch gerne das Video ansehen möchte: Hier ist es: http://www.kundengewinnungscoach.de/glueck.htm

 
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